6. Verlegearten und Lagesicherung der Abdichtung

Die Lagesicherung der Dachbahnen gegen Windsog kann durch

  • Auflast,
  • mechanische Befestigung oder
  • Kleben

erfolgen.

Auflast und mechanische Befestigung sichern auch die Funktionsschichten unter der Abdichtung, die somit auch lose verlegt werden können. Geklebt werden kann die Abdichtung nur auf lagesicheren Funktionsschichten und Untergründen, die für den jeweiligen Klebstoff geeignet sind.

6.1 Windlasten am Flachdach

Die erforderliche Masse

  • (Gewicht) der Auflast,
  • Anzahl mechanischer Befestigungen oder
  • Klebstoffmenge

muss für die zu erwartenden Windlasten unter Berücksichtigung von

  • Standort (Windzone, Höhenlage, Gebäudekategorie)
  • Gebäudeabmessungen,
  • Dachform/-neigung und
  • Unterlage/Wandöffnungen

und sollte differenziert nach

  • Innenbereich
  • Randbereichen
  • Eckbereichen

der Dachfläche bemessen werden.

Die Bemessung erfolgt als objektbezogener Einzelnachweis 10 nach DIN EN 1991-1-4.

6.2 Dachbahnen lose verlegt mit Auflast

6.2.1 Auflastarten und Bemessung der Auflast

» Kies

Zwischen Abdichtung und Kiesschüttung ist eine Schutzlage aus z. B. verrottungsfestem Vlies, Bautenschutzmatten 11 (Materialverträglichkeit beachten) oder ähnlichem lose zu verlegen!

Die Kiesschichtdicke soll mind. 5 cm betragen.

 

Grafik zum Text

Kies (16 / 32 mm) hat pro 1 cm Schütthöhe ein Flächengewicht von ca. 18 kg/m2 (≈ 0,18 kN/m2).

In Rand- und Eckbereichen sowie auf geneigten Flächen kann die Kiesschicht mit geeignetem Kieskleber verfestigt werden, um einer Verwirbelung vorzubeugen.

»Betonplatten/Rasengittersteine

Zwischen Abdichtung und Auflast aus Betonplatten/Rasengittersteinen ist eine Schutzlage aus z. B. verrottungsfestem Vlies, Bautenschutzmatten 11 (Materialverträglichkeit beachten) oder ähnlichem lose zu verlegen!

Dicht gestoßene Betonplatten, z. B. Rasenkantensteine (100 x 25 x 5 cm) haben pro 1 cm Dicke ein Flächengewicht von ca. 22 – 24 kg/m2 (≈ 0,22 – 0,24 kN/m2) und Rasengittersteine (60 x 40 x 8 / 10 cm), verfüllt mit Kies (16 / 32 mm) pro 1 cm Dicke ca. 20 kg/m2 (≈ 0,2 kN/m2). Rechteckige Platten sind mit ihrer längeren Seite parallel zum Dachrand zu verlegen.

» Umkehrdach

Die Wärmedämmschicht aus extrudierten Polystyrolplatten mit Stufenfalz wird direkt, ohne Trennlage, auf EVALASTIC®-Dachbahnen verlegt. Zwischen Wärmedämmplatten und Auflast ist ein Rieselschutz oder eine wasserableitende Vlieslage nach Vorgabe des jeweiligen Dämmstoff-Herstellers zu verlegen. Die Bemessung der erforderlichen Dicke der Auflast 12 erfolgt bei lose verlegten Dachbahnen für die Windlasten gem. „Flachdachrichtlinien“, Anhang I bzw. Einzelnachweis. Wird Kies als Auflast verwendet, muss die Kiesschicht mind. 5 cm dick sein.

zwei Skizzen zum Text: Betonplatten/Rasengitterstein & Umkehrdach

» Gehbelag

Plattenförmige Gehbeläge können auf alwitra-Terrassen-Stelzlagern, im Kiesbett bzw. kalkfreiem Splitt oder auch im Mörtelbett (auf Drainageschicht) verlegt werden. Zwischen Stelzlagern oder Kies- bzw. Splittbett und EVALASTIC®-Dachbahnen ist eine Schutzlage aus Bautenschutzmatten 11 o. ä. zu verlegen. Estrich- oder Mörtelschichten auf der Abdichtung sind durch eine 2-lagige PE-Folie als „Gleitlager“ von der Abdichtung zu trennen.

alwitra -Terrassen-Stelzlager mit Fugenkreuz PA 20 plus:
» Hinweise für die Verlegung

Die Verlegung von begehbaren Plattenbelägen auf rückdreh- und überdrehsicheren alwitra-Terrassen-Stelzlagern ist einfach und weitestgehend witterungsunabhängig. Auf der fertigen Dachabdichtung werden nacheinander verlegt:

  • Schutzlage
  • Terrassen-Stelzlager (ggf. mit Unterlegplatten)
  • Platten (Mindestdicke 4 cm)
  • Fugenkreuze

Stelzlager mit Platten

Zweckmäßig ist die Verlegerichtung von den Abläufen zu den Belagsrändern, wobei die Randplatten dem Verlauf des Randes angepasst werden.

Der Gehbelag ist an den Rändern umlaufend auf Dauer gegen seitliches Verschieben zu sichern. Ein angrenzender Grobkiesstreifen ist nicht ausreichend.

Die Stelzlager werden jeweils unter der Kreuzfuge von vier Platten angeordnet. Eine Platte liegt an ihren Ecken auf jeweils einem Plattenauflager von 4 Stelzlagern auf. An Belagsrändern werden Abstandshalter gekürzt und keine Fugenkreuze verlegt.

Skizze zum Text

Skizze zum Text

Durch die rückdrehsicheren und bis zu 20 mm einzeln stufenlos höhenverstellbaren Plattenauflager werden zulässige Toleranzen in der Plattendicke und in der Unterlage so ausgeglichen, dass die Oberfläche des Belages eben und stetig geneigt ist.

Auch nach Verlegung der Platten kann jede Plattenecke einzeln mit einem Schraubendreher nach unten oder oben korrigiert werden, ohne die Platte abzuheben.

Am Sternrad jedes Plattenauflagers befindet sich auf der Grundplatte hinter dem Abstandhalter eine Zahnreihe. Mit dem durch die offene Fuge bis zur Zahnreihe eingeführten Schraubendreher wird das Sternrad gedreht, wodurch sich das Plattenauflager bei Rechtsdrehung des Sternrades senkt und bei Linksdrehung hebt.
Soll der Plattenbelag mit einer geringeren Neigung als die der Dachabdichtung verlegt werden, sind die Stelzlager mit stapelbaren, 20 mm hohen alwitra-Unterlegplatten zu unterlegen.

Hinweis: Die empfohlene Mindestneigung des Plattenbelages beträgt 1 %.

» Dachbegrünung

Skizze zum Text

Zwischen Gründachaufbau und durchwurzelungs-/rhizomfester Abdichtung aus EVALASTIC®-Dachbahnen ist eine Schutzlage bzw. eine kombinierte Bahn (Schutz-,/Drainage-,/Filterschicht) zu verlegen.

Die Last des Gründachaufbaus 13 ist abhängig von Material, Dicke und Feuchtegehalt der Drainage-, Filter- und Vegetationsschicht. Maßgeblich für den Nachweis der Lagesicherung ist die Last in trockenem Zustand.

6.2.2 Ausführung der losen Verlegung mit Auflast

Auflast zur Lagesicherung 14 darf nur aufgebracht werden, wenn die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion und ggf. die Einhaltung zulässiger Durchbiegungen für diese Belastung nachgewiesen sind.

» Ablaufschema

schematischer Ablauf: Schnurschlag für die exakte Lage der Bahn(enreihe) (nach 4 - 5 Bahnen wiederholen), dann Bahn ausrollen, entspannen lassen und ggf. ablängen. Lage der Kopfstöße beachten!, dann Bahn wellen- und faltenfrei entlang der Schnürung bzw. ca. 4 oder 6 cm überlappend mit dem Rand der angrenzenden Bahn ausrichten, dann überlappenden Bahnenlängsrand dichtschweißen und Kopfstoß ausbilden, u.U. erneut beginnen

Die Auflast, einschl. Schutzlage, ist unverzüglich nach Abschluss der Verlegung der Abdichtung (Nahtkontrolle) aufzubringen, ggf. abschnittweise.

6.3 Dachbahnen lose verlegt und mechanisch befestigt

6.3.1 Befestigungsarten und Ermittlung der notwendigen Anzahl von Befestigern

EVALASTIC® V-Dachbahnen können gegen Windsog linear in der Nahtüberlappung mit allen geprüften Befestigern mechanisch befestigt werden.

Skizze zum Text

Die Art der Befestigung und die Anzahl der Befestiger sollten in der Leistungsbeschreibung festgelegt sein. Die Ermittlung der notwendigen Anzahl von Befestigern erfolgt als objektbezogener Einzelnachweis. 15

Bei Sanierungen sollte ein Einzelnachweis, ggf. auf der Grundlage von Auszugsversuchen des Befestigungsmittelherstellers, erstellt werden. Bei nicht belüfteten Dächern erfolgt durch die Befestigung der Dachbahnen gleichzeitig die Befestigung der Wärmedämmung.

Werden die Dämmplatten dabei nicht ausreichend befestigt (mind. 2 Stück/m2), ist es notwendig, die Dämmplatten vor Verlegung der Dachbahnen zusätzlich zu befestigen.

6.3.2 Befestigungsplan

Bei Bedarf werden objektbezogene Einzelnachweise 16 einschl. Verlegeanleitung, Materialbedarf und Befestigungsplan erstellt.

Im Befestigungsplan sind

  • die Abmessungen von Innen-, Rand- und Eckbereichen sowie
  • die erforderliche Anzahl der Befestigungselemente pro Dachbereich festgelegt.

Bei mechanischer Befestigung in der Nahtüberlappung sind die Bahnenbreite(n), die Obergurtrippenbreite (sogen. Sickenabstand) der Bleche und die Lage von Bewegungsfugen und flächiger Dachdurchbrüche (Lichtbänder, -kuppeln, NRA) zu berücksichtigen. Für die Erstellung eines Einzelnachweises und Befestigungsplanes ist ein vom Dachdecker/Verleger bestätigtes alwitra-Datenaufnahmeblatt 17 erforderlich.

6.3.3 Befestigungsmittel

Befestigungssysteme müssen für den jeweiligen Anwendungsfall nachweislich geprüft sein. Die Auswahl der Befestigungsmittel (Art, Länge) ist aus ausführungstechnischer Sicht abhängig von:

  • Dicke des Schichtenaufbaus
  • Material der Tragschicht
    (Stahltrapezprofil, Holz, Holzwerkstoff, Zementbeton, Porenbeton)
  • Festigkeit der Unterlage
  • Korrosionsbelastung aus dem Schichtenaufbau (insbesondere bei Sanierungen)

Es sind die Vorschriften des Befestigungsmittelherstellers einzuhalten und nur trittsichere Befestigungssysteme einzusetzen.

6.3.4 Ausführung der mechanischen Befestigung im Nahtbereich

» Ablaufschema

Schema: Schnurschlag für die exakte Lage der Bahn(enreihe) (nach 4 - 5 Bahnen wiederholen), dann Bahn ausrollen, entspannen lassen und ggf. ablängen. 18 Lage der Kopfstöße beachten!, dann Bahn entlang der Schnürung bzw. mind. 10 cm überlappend mit dem Rand der angrenzenden Bahn ausrichten, dann Am Bahnenanfang Befestiger setzen bzw. mit Verbundblechwinkel verbinden und Bahn wellenund faltenfrei ziehen und am Bahnenende mit mind. 2 Befestigern fixieren, dann Befestiger im freien Bahnenlängsrand setzen Abstände beachten!, dann überlappenden Bahnenlängsrand dichtschweißen und den Kopfstoß ausbilden, u.U. erneut beginnen

Insbesondere in den Eckbereichen können Befestigungen ggf. außerhalb der Nahtüberlappung (z. B. in der Bahnenmitte) notwendig werden. Die Befestiger außerhalb der Nahtüberlappung werden

Skizze zum Text

entweder in Reihe mit 16 cm breiten, unkaschierten Zuschnitten dichtgeschweißt abgedeckt

Skizze zum Text

oder einzeln mit kreisrunden, unkaschierten Zuschnitten dichtgeschweißt abgedeckt.

» Lage der Befestiger

Lastverteilteller müssen mind. 1 cm vom Rand der unterseitigen Kaschierung entfernt eingebaut werden. Rechteckige Lastverteilteller werden mit ihrer längeren Seite parallel zum Bahnenrand eingebaut.

Grafik zum Text

Skizze zum Text

Die Befestiger sind nur so tief zu setzen, dass die Lastverteilteller sich auf Dauer nicht verdrehen und die Dachbahnen faltenfrei anpressen.

» Ausführung mit Setzmaschinen

alwitra-Anwendungstechniker bedient eine Setzmaschine

Um die Befestigungen rationell, mit größtmöglicher Sicherheit und in ergonomisch richtiger Haltung auszuführen, können Setzmaschinen verwendet werden. Es sind nur Setzmaschinen mit Tiefenanschlag oder drehmomentabhängiger Kupplung einzusetzen.

6.4 EVALASTIC®-Dachbahnen geklebt

Die Abdichtung sollte zur Lagesicherung nur geklebt werden, wenn eine lose Verlegung mit Auflast oder mechanischer Befestigung nicht möglich ist. Geklebt werden kann die Abdichtung nur, wenn alle Funktionsschichten unter ihr auf Dauer lagesicher sind (Prüfung bei Sanierung!).

Für das Kleben sind unterseitig vlieskaschierte Dachbahnen, EVALASTIC® V oder EVALASTIC® VGSK mit unterseitiger Selbstklebeschicht einzusetzen. 19 Die Verlegung von EVALASTIC® V erfolgt im Einroll- oder Klappverfahren nach Aufbringen des Klebstoffes auf der geeigneten Unterlage (i. d. R. Bitumenbahn).

Skizze zum Text

Die Verlegung von EVALASTIC® VGSK erfolgt nach dem Abziehen der Trennfolie wie im Abschnitt 6.4.5 bzw. beschrieben. Die durch die Klebung eingeschränkte Eigenbeweglichkeit der Abdichtung erfordert besondere Sorgfalt bei der Ausbildung der Bewegungsfugen sowie der An- und Abschlüsse. Beanspruchungen aus Bewegungen der Dachkonstruktion und des gesamten Schichtenaufbaus müssen schadlos aufgenommen werden.

Überlappungen der bahnenförmigen Kaschierungen an den Stößen von Wärmedämmschichten werden nicht verklebt.

Bewegungsfugen ohne besondere konstruktive Ausbildung und bis 5 mm Fugenbreite sind vor dem Kleben der Abdichtung mit einseitig befestigten 25 cm breiten Streifen (Schleppstreifen) zu überdecken.

Eine nachträgliche farbliche Änderung der Bahnenoberfläche kann bei Verklebungen grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

6.4.1 Untergrundvorbehandlung bei Instandhaltung

Die zur Flächenvorbereitung auszuführenden Arbeiten im Fall der Instandhaltung 20 sind abhängig von den vorhandenen Schichten, bzw. Lagen.

Bitumen-Altabdichtung mit Kiespressung

Blasen aufschneiden oder komplett abstoßen. Kiespressung mit geeigneten Hilfsmitteln beseitigen und Untergrund egalisieren. Verlegung einer Ausgleichslage, z. B. Bitumenbahn.

Bitumen-Altabdichtung unter Kiesschüttung

Kiesschüttung beseitigen und eingeklebte, festanhaftende Kiesanteile mit geeigneten Hilfsmitteln, z. B. Dachhobel beseitigen, ggf. durch zusätzliches Anflämmen der Oberfläche
einen ebenen Untergrund herstellen. Vertiefungen (z. B. Beseitigung von Blasen und Falten) mit Schweißbahnenstücken egalisieren.

Bitumen-Altdachabdichtung mit Abstreuung/Besplittung

Blasen aufschneiden oder komplett abstoßen. Vertiefungen (z. B. Beseitigung von Blasen und Falten) mit Schweißbahnenstücken egalisieren.

Altabdichtungen aus Kunststoff- oder Elastomerbahnen

Vor einer Verklebung auf Altabdichtungen aus Kunststoff- oder Elastomerbahnen ist grundsätzlich eine Abstimmung mit der alwitra-Anwendungstechnik erforderlich.

6.4.2 Klebstoffe

Als Klebstoff kommen insbesondere in Abhängigkeit von Verarbeitungstemperatur (Jahreszeit) sowie Art und Beschaffenheit der Unterlage zur Anwendung:

» Kaltklebstoffe
  • Lösemittelhaltiger Kunststoff-Klebstoff (alwitra-L 40), vollflächig aufgerollt
  • Feuchtigkeitshärtender Einkomponenten-PUR-Klebstoff (alwitra-PUR D) streifen-/raupenförmig ausgegossen
  • Lösemittelfreier Zweikomponenten-PUR-Klebstoff (alwitra-PUR 2K-fix) streifen-/raupenförmig ausgegossen
» Heißklebstoffe
  • Bitumen-Heißklebemasse 85/25, 100/25 oder 115/15, vollflächig aufgestrichen oder streifen-/schlangenförmig ausgegossen

Mit Bitumen-Heißklebemasse können nur schwarze EVALASTIC® V-Dachbahnen verklebt werden (auch bei niedrigen Temperaturen). Auf Bitumenbahnen mit hinreichend dicker Bitumendeckschicht ohne Bestreuung (z.B. Bitumenschweißbahnen, mind. 4 mm dick) oder auf Bitumenabstrichen können EVALASTIC® V-Dachbahnen im Aufschmelzverfahren geklebt werden.

Kaltklebstoffe erfordern eine Verarbeitungstemperatur von mind. + 5 °C.

Es sind die Vorgaben insbesondere hinsichtlich

  • Untergrundbeschaffenheit
  • Verarbeitungstemperaturen
  • Auftragsmengen

differenziert für Innen-, Rand- und Eckbereiche zu beachten.

Bei streifenförmigem Klebstoffauftrag ist die Dachabdichtung an Dachrändern und -durchbrüchen gegen Windunterströmung zu sichern.
Vor dem Kleben auf bewitterten Unterlagen (Sanierung) sind Probeklebungen zur Ermittlung des Verhaltens der Unterlage und der erforderlichen Klebstoffauftragsmengen durchzuführen.

Klebstoffe sind so aufzutragen, dass insbes. die Nahtüberlappung (Schweißbereich) und Stöße der Bahnen nicht mit Klebstoff verunreinigt werden.

Spachtelmassen oder sonstige lösemittelhaltige Klebemassen sind zum Verkleben von EVALASTIC®– Bahnen ungeeignet.

6.4.2.1 Kleben mit alwitra-Klebstoff L 40

Technische Daten:

BasisStyrolbutadien-Kautschuk
Konsistenzdickflüssig, roll- und streichfähig
Dichteca. 1,02 g/cm3
Lagerungtrocken und kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
Lagerzeitca. 24 Monate
Untergrundtemperaturvon + 5 °C bis + 80 °C
Umgebungstemperaturvon + 5 °C bis + 40 °C
Klebstofftemperaturmind. + 10 °C
Offene ZeitEinseitklebung: ca. 10 bis 15 Minuten
Kontaktklebung: ca. 15 bis 20 Min.

Untergrundbeschaffenheit:

tragfähig, fest, eben, trocken, sauber, staub- und fettfrei sowie frei von Trennmitteln. L 40 ist zum Kleben auf vielen üblichen Untergründen geeignet, wie z. B. Beton, Porenbeton oder Bitumenbahnen, die besandet, besplittet oder mineralisch abgestreut sind.

Auftragsweise:

Klebstoff im Gebinde (25 kg oder 9,5 kg) gut aufrühren.

Klebstoffauftrag: 

  • einseitig, vollflächig netzartig aufgerollt (Einseitklebung)
  • zweiseitig, vollflächig netzartig aufgerollt (Kontaktklebung)
Mindest-Auftragsmengen alwitra-Klebstoff L 40
  • bei Einseitklebung
    Tabelle mit Mindestauftragsmengen (pro qm): 300 g (Innenbereich, Gebäudehöhe bis 8m), 350g (Randbereich außen, Gebäudehöhe bis 8m), 400g (Eckbereich, Gebäudehöhe bis 8m); 350g (Innenbereich, Gebäudehöhe über 8 bis 25m), 450g (Randbereich außen, Gebäudehöhe über 8 bis 25m), 500g (Eckbereich, Gebäudehöhe über 8 bis 25m); Gebäudehöhe über 25m auf Anfrage
  • bei Kontaktklebung, z. B. an Attiken und aufgehenden Bauteilen mind. 450 g/m2, bei Rauhspundbohlen mind. 600 g/m2.
  • alwitra-L 40 Klebstoff ist nur zur Verlegung von vlieskaschierten EVALASTIC® V-Dachbahnen geeignet.

Vorgenannte Mindestauftragsmengen erhöhen sich je nach Beschaffenheit des Untergrundes, insbesondere bei klüftigem und saugendem Untergrund (z. B. besplittete Bitumenbahn). Überhöhter Klebstoffauftrag (Klebstoffnester) auf bitumenbahnenkaschiertem Polystyrol-Hartschaum kann zur trichterförmigen Zellzerstörung des Hartschaums führen.

Bevor die Dachbahnen in den Klebstoff eingerollt oder eingeklappt werden, muss dieser hinreichend ablüften, damit möglichst wenig flüchtige Lösemittel unter der Dachbahn
eingeschlossen werden. Vermehrte Lösemittel unter der Dachbahn können zu zeitweiligen blasenförmigen Aufwölbungen der Dachbahn führen, die sich in dem Maße wieder glätten, wie die flüchtigen Lösemittel ausdiffundieren. Die Ablüftzeit ist insbes. abhängig von der Lufttemperatur und -feuchte.

Überprüfung des Materials mittels eines Fingertests

Der Fingertest ist die praktikabelste Methode zur Bestimmung des richtigen Zeitpunktes. Zieht der Klebstoff beim Fingertest Fäden, so ist bereits ein kritischer Punkt erreicht und die Benetzungsfähigkeit oft nicht mehr gegeben.

Nach dem Einrollen oder -klappen der Dachbahnen in den Klebstoff sind sie sofort mit einem Besen kräftig anzureiben.

Die Lagekorrektur einer Dachbahn unmittelbar nach ihrem Einrollen oder -klappen in den L 40-Klebstoff ist ohne Beeinträchtigung der Klebewirkung möglich. Anschließend ist sie gründlich anzureiben.

Die Klebefähigkeit ist generell zu prüfen.

Die Reinigung der Arbeitsgeräte auch vor längeren Arbeitspausen, erfolgt mit alwitra-Reiniger L 40.

6.4.2.2 Kleben mit alwitra-Klebstoff PUR D

Technische Daten:

Basis1-Komponenten Polyurethan, feuchtigkeitshärtend
Konsistenzflüssig, gießfähig
Dichteca. 1,10 g/cm3
Lagerungtrocken und kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
Lagerzeitca. 12 Monate
Untergrundtemperaturvon + 5 °C bis + 60 °C
Umgebungstemperaturvon + 5 °C bis + 40 °C
Klebstofftemperaturmind. + 10 °C
Offene Zeitca. 20 Minuten

Untergrundbeschaffenheit:

tragfähig, fest, eben, trocken bis baufeucht, sauber, staub- und fettfrei sowie frei von Trennmitteln. Bei trockenem Untergrund und geringer Luftfeuchtigkeit sowie hohen Temperaturen Untergrund mit Wassernebel (max. 15 g/m2) anfeuchten! 21 Bitumenbahnenoberfläche besandet, besplittet oder mineralisch abgestreut.

Auftragsweise:

einseitig streifen-/raupenförmig aus dem Gebinde (5,5 kg / 2 kg) gegossen 22, ca. 50 – 60 g/m pro Raupe. Klebstoff ca. 5 – 10 Minuten ablüften lassen und bevor eine Hautbildung auf der Klebstoffraupe entsteht, Bahnen einrollen oder umklappen und anschließend über den PUR-D-Klebstoffraupen mit einem Besen anreiben. Streifenbreite unter angeriebener Dachbahn ≥ 4 cm.

Mindest-Auftragsmengen alwitra-Klebstoff PUR D
 g/m2 (Streifen/m2)g/m2 (Streifen/m2)g/m2 (Streifen/m2)
Gebäudehöhe1Innenbereich/
Randbereich innen
Randbereich außenEckbereich
bis 8 m200 (4)200 (4)300 (6)
über 8 bis 25 m200 (4)300 (6)400 (8)
über 25 m
1 Gebäude in der Windzone WZ 1+ WZ 2 und Geländekategorie II+III

Für schnellen Klebstoffauftrag (bis zu 8 Raupen gleichzeitig) und in gleichmäßigen Abständen ist der Einsatz von PUR-Klebstoff-Auftragsgeräten („Kleberwagen“) zweckmäßig.

Die Reinigung der Arbeitsgeräte erfolgt vor dem Aushärten z. B. mit Aceton.

Nach dem Einrollen oder -klappen der Dachbahn in die Klebstoffraupen ist sie sofort mit einem Besen anzureiben.

Eine Lagekorrektur von Dachbahnen nach dem Einrollen oder -klappen in die PUR-Klebstoffraupen ist nicht zulässig, da sie die Klebewirkung erheblich beeinträchtigt.

Klebstoffraupen können sich unter der Dachbahn markieren.

PUR D ist nur zur Verklebung von unterseitig vlieskaschierten EVALASTIC® V-Dachbahnen auf besandeten, mineralisch bestreuten oder besplitteten Bitumenbahnen geeignet. Das Kleben auf unkaschiertem Polystyrol-Hartschaumplatten und unkaschierten Mineralfaserplatten ist nicht zulässig.

PUR D ist als Dämmstoffklebstoff nicht geeignet.

 6.4.2.3 Kleben mit Bitumen-Heißklebemasse und im Aufschmelzverfahren

Technische Daten:

Basisgeblasenes Bitumengeblasenes Bitumengeblasenes Bitumen
Erweichungspunkt85 °C 1100 °C 1115 °C 2
Eindringtiefe [0,1 mm]
(Penetration)
252515
Verarbeitungstemperatur180 °C200 °C210 °C
Konsistenz bei
Verarbeitungstemperatur
flüssigflüssigflüssig
1 bei Dachneigung ≤ 3°
2 bei Dachneigung > 3°

Untergrundbeschaffenheit:

  • tragfähig, fest, eben, trocken, sauber, staub- und fettfrei sowie frei von Trennmitteln
  • ggf. ist ein bituminöser Voranstrich erforderlich

Auftragsweise:

einseitig, vollflächig oder teilflächig aufgestrichen (Bürsten-Streichverfahren) bzw. ausgegossen (Gießverfahren).

Mindest-Auftragsmengen:

 (g/m2)(g/m2)(g/m2)
Gebäudehöhe1Innenbereich/
Randbereich innen
Randbereich außenEckbereich
bis 25 m200 - 400
(> 10 %)
400 - 600
(> 20 %)
1500 - 2000
(100 %) 2
400 - 600
(> 40 %)
1500 - 2000
(100 %) 2
über 25 mauf Anfrageauf Anfrageauf Anfrage
1 Gebäude in der Windzone WZ 1+ WZ 2 und Geländekategorie II+III
2 auf Mineralfaser-Dämmplatten mit Bitumenklebeschicht, Freigabe des Dämmstoffherstellers erforderlich

Die Bitumen-Heißklebemasse mit einer Verarbeitungstemperatur gem. vorstehender Tabelle wird ausgegossen oder aufgestrichen. Die EVALASTIC® V-Dachbahnen können unmittelbar in die Heißklebemasse eingerollt oder eingeklappt werden bzw. zu einem späteren Zeitpunkt in die durch Flämmen wieder aufgeschmolzene Klebemasse eingerollt werden.

Eine Verschmutzung der Bahnenoberseiten und Schweißränder mit Bitumen-Heißklebemasse ist in jedem Falle zu vermeiden; Verlegerichtung nicht gegen Windrichtung.

Auf Bitumenschweißbahnen mit hinreichend dicker Bitumendeckschicht ohne Bestreuung oder auf Bitumenabstrichen können EVALASTIC® V-Dachbahnen auch im Aufschmelzverfahren geklebt werden. Bitumendeckschicht oder -abstrich werden mit geeignetem Gerät in Bahnenbreite aufgeschmolzen und die EVALASTIC® V-Dachbahnen in die plastifizierte Bitumenmasse eingerollt und angerieben.

Die Lagekorrektur einer Dachbahn nach ihrem Einrollen oder -klappen in die Bitumenheißklebemasse ist nicht möglich. Bei teilflächiger Klebung kann sich Bitumenheißklebemasse unter der Dachbahn markieren.

6.4.3 Eignung von Kaltklebstoffen

Insbes. bei Kaltklebstoffen ist ihre Eignung im Kontakt mit der Unterlage zu beachten. Auf Unterlagen, die oberseitig mit einer Trennschicht, z. B. aus PE-Folie ausgerüstet sind, kann mit Kaltklebstoffen nicht geklebt werden. Solche Trennschichten können auf Bitumenbahnen und auf bahnenförmigen Kaschierungen oder Bitumenklebeschichten von Wärmedämmplatten aufgebracht sein, um ein Verkleben in der Rolle oder im Transportstapel zu vermeiden. 23

Eignung der alwitra-Kaltklebstoffe
auf
L 40PUR D
Beton++
Porenbeton+++
Putz, Mauerwerk++ 1
Stahlblech, Aluminium++ 1
Holzwerkstoffplatten+ 1
Bitumenbahnen ²++ 1++
Bitumenbahnen, oberseitig
PE- Folie, Polyestervlies
EPS/XPS Hartschaumplatten
unkaschiert
EPS Hartschaumplatten
kaschiert, Rohglasvlies
EPS Hartschaumplatten
kaschiert, Bitumenbahnen ²
++ 1++
PUR/PIR Hartschaumplatten
unkaschiert, alukaschiert
PUR/PIR Hartschaumplatten
kaschiert, Mineralvlies
++
Mineralfaserplatten
unkaschiert
Mineralfaserplatten
bituminiert
++ 1
Mineralfaserplatten
anorganisch beschichtet / mineralvlieskaschiert
1 auch senkrechte Flächen bei Kontaktklebung
2 oberseitig besandet, besplittet oder mineralisch abgestreut
Legende: ++ besonders geeignet, + geeignet, - nicht geeignet

6.4.4 Ablaufschema

» Einrollverfahren

Schema: Schnurschlag für die exakte Lage der Bahn(enreihe) (nach 4 - 5 Bahnen wiederholen), dann Klebstoff abschnittweise in Verlegerichtung und Bahnenbreite auf der Unterlage auftragen (Ablüftzeit beachten), dann Bahn von der Rolle wellen- und faltenfrei entlang der Schnürung bzw. mind. 4 cm überlappend mit dem Rand der angrenzenden Bahn in den Klebstoff einrollen, ggf. ablängen, dann Bahn mit einem Besen blasenfrei anreiben, dann Überlappenden Bahnenlängsrand dichtschweißen und Kopfstoß ausbilden, u.U. erneut beginnen

» Klappverfahren

Schema: Schnurschlag für die exakte Lage der Bahn(enreihe) (nach 4 - 5 Bahnen wiederholen), dann Bahn ausrollen, entspannen lassen und ablängen (≤ 12,5 m). Lage der Kopfstöße beachten!, dann Bahn wellen- und faltenfrei entlang der Schnürung bzw. mind. 4 cm überlappend mit Rand der angrenzenden Bahn ausrichten 24, dann Bahn jeweils halbseitig zurückschlagen, dann Klebstoff in Bahnenbreite und gesamter Bahnenlänge auf der Unterlage auftragen, dann Bahnenhälften nacheinander in den Klebstoff einklappen und mit einem Besen blasenfrei anreiben, u.U. erneut beginnen oder Überlappenden Bahnenlängsrand dichtschweißen und Kopfstoß ausbilden

 6.4.5 Ausführung mit Selbstklebebahnen EVALASTIC® VGSK

EVALASTIC® VGSK-Bahnen sind unterseitig mit Glasvlies/Polyestervlies kaschiert und einem synthetischen Klebecompound beschichtet. Die Bahnen sind 25 m lang und werden mit einem einseitigen, ca. 5 cm breiten, unbeschichteten Schweißrand hergestellt. Die Selbstklebeschicht ist bitumen- und lösemittelfrei und im Anlieferungszustand mit einer Schutzfolie abgedeckt.

EVALASTIC® VGSK-Bahnen sind bis zur Verarbeitung lichtgeschützt zu lagern oder mit Planen abzudecken. Beschädigungen an der unterseitigen Trennfolie sind abzudecken. Die hohe Klebewirkung der Selbstklebeschicht bleibt so erhalten.

Technische Daten der Selbstklebeschicht
BasisPSA-Klebstoff, bitumenfrei, lösemittelfrei
Verarbeitungstemperaturvon + 5 °C bis + 40 °C
Lagerungkühl und trocken, lichtgeschützt
Lagerzeitca. 12 Monate

EVALASTIC® VGSK-Bahnen sind nicht für die Eindichtung von Anschlüssen sowie Durchdringungen geeignet. Eine Randbefestigung (vgl. Abschnitt 7) ist grundsätzlich erforderlich.

6.4.5.1 Verklebung auf unkaschierten EPS-Hartschaumplatten

EVALASTIC® VGSK-Bahnen können direkt auf lagesicheren, unkaschierten Polystyrol EPS-Hartschaumplatten aufgeklebt werden. Der Untergrund muss sauber, trocken und staubfrei sein. Die Bahnen werden ohne Haftgrund direkt auf die Wärmedämmung aufgeklebt. Hierbei sollte die Überlappungsbreite mind. 6 cm betragen (Selbstklebeschicht klebt ca. 1 cm im hinteren Überlappungsbereich auf der überdeckten Bahn), um eine Schädigung des Dämmstoffes gegen das Einströmen der Heißluft zu vermeiden.

EVALASTIC® VGSK-Bahnen können bis zu einem Bemessungswert der Windlasten (Wres gem. DIN EN 1991-1-4), wie nachfolgend beschrieben, aufgeklebt werden.

EPS-DämmstofftypBemessungswert
DAA dm Druckspannung σ 10 ≥ 100 kPa3,0 kN/m²
DAA dh Druckspannung σ 10 ≥ 150 kPa3,5 kN/m²
6.4.5.2 Verklebung auf anderen Untergründen, z. B. Bitumenbahnen

Die rückseitige Beschichtung der EVALASTIC® VGSK-Bahnen haftet auch in Verbindung mit alwitra-Haftgrund SK oder SK-L auf vielen bauüblichen Untergründen, wie z.B. Bitumenbahnen, Holzwerkstoffplatten (Achtung mit Schleppstreifen über den Längs- und Querfugen), Beton, Zink- und Stahlblech, Aluminium und Kunststoffen.

EVALASTIC® VGSK (mit Haftgrund SK oder SK-L)

UntergrundBemessungswert
Bitumenbahn4,5 kN/m²
PUR/PIR mineralvlieskaschiert3,5 kN/m²
PUR/PIR alukaschiert 13,5 kN/m²
Mineralfaser anorganisch beschichtet / mineralvlieskaschiert
bei Verklebung auf Stahltrapez
bei Verklebung auf geschlossener Tragschale

2,5 kN/m²
3,5 kN/m²
1 auf Anfrage
6.4.5.3 Verarbeitungshinweise zu alwitra-Haftgrund SK und SK-L

alwitra-Haftgrund SK
Technische Daten

BasisLösemittelfreie Dispersion, bitumenfrei
Konsistenzflüssig, roll- und streichfähig
Farbeblau
Verarbeitungstemperaturmind. + 5 °C
Ablüftzeitca. 30 min 25 (Dachfläche ist anschließend begehbar)
Lagerungkühl und trocken, frostfrei
Lagerzeitca. 12 Monate

alwitra-Haftgrund SK-L
Technische Daten

BasisSBS-Kautschuk, lösemittelhaltig
Konsistenzflüssig, roll- und streichfähig
Farberot
Verarbeitungstemperaturmind. + 5 °C
Ablüftzeitca. 15 min 25 (Dachfläche ist anschließend begehbar)
Lagerungkühl und trocken, frostfrei
Lagerzeitca. 12 Monate

Untergrundbeschaffenheit:

tragfähig, fest, eben, trocken, sauber, staub- und fettfrei sowie frei von Trennmitteln

Auftragsweise:

alwitra-Haftgrund SK/SK-L im Gebinde (25 l / 10 l) gut umrühren. Auftrag vollflächig und gleichmäßig mit Pinsel oder Farbwalze.

Mindestauftragsmenge:

ca. 0,2 l/m2 (nass, untergrundabhängig)

Bei klüftigem und saugendem Untergrund erhöht sich die Auftragsmenge.

Der Haftgrund muss vor dem Aufbringen der EVALASTIC® VGSK oder VSKA durchtrocknet sein.

Hinweis:

Bei kühler Witterung trocknet der alwitra-Haftgrund SK-L schneller.

Beschaffenheit der Klebeuntergründe und erforderliche Vorbehandlung mit alwitra-Haftgrund SK/SK-L (gem. Tabelle) können sich durch Witterungsverhältnisse oder Baustellenbedingungen ändern. Im Bedarfsfall ist eine Klebeprobe auszuführen.

UntergrundOberflächenbeschaffenheitalwitra-Haftgrund SK / SK-L
BitumenbahnPE-Folie/Vliesja 1
Bitumenbahnfein besandet/talkumiertja
Bitumenbahnbesplittet oder fein beschiefertja
Altbitumenabgewittert, verschmutztja
Mineralfaserplattenwerkseitig anorganisch
beschichtet / mineralvlieskaschiert
ja 2
PUR/PIR Hartschaumplattenwerkseitig alukaschiertja 2
PUR/PIR Hartschaumplattenwerkseitig mineralvlieskaschiertja
Kunststoffbahnenabgewittertja2
Betonbaufeucht bis trocken, besenrein
glatt abgerieben, frei von Kiesnestern,
Graten und Spitzen
ja
Stahl-/Zinkblechentfettetja 2
1 mit Propangasflamme abflämmen
2 je nach Werkstoffart erforderlich, im Einzelfall durch Eigenversuch prüfen;
grundsätzlich Abstimmung mit der alwitra-Anwendungstechnik erforderlich
» Ablaufschema

Schnurschlag für die exakte Lage der Bahn(enreihe) (nach 4 - 5 Bahnen wiederholen), dann Bahn von der Rolle wellen- und faltenfrei entlang der Schnürung bzw. mind. 6 cm überlappend mit dem Raster der jeweils angrenzenden Bahn ausrichten und ggf. ablängen, dann Trennfolie an einem Bahnenende ca. 100 - 150 cm abziehen, Bahnenende aufkleben, Trennfolie seitlich flach unter der Bahn herausziehen und gleichzeitig die Bahn mit breitem Besen ganzflächig blasenfrei andrücken, dann Überlappenden Bahnenlängsrand dichtschweißen und Kopfstoß ausbilden, u.U. erneut beginnen

verschiedene Arbeitsschritte


10 Vgl. ANHANG I.

11  Z.B. „Regupol® resist 9510“, Fa. BSW, Bad Berleburg oder „Kraitec® top plus“, Fa. Kraiburg, Salzwedel. Die Verwendung anderer Bautenschutzmatten kann ggf. zu leichten Verfärbungen und Prägungen an der Oberfläche der Dachbahnen führen. Die Verlegeanleitung des jeweiligen Herstellers ist zu beachten!

12 In Zulassungsbescheiden für das Wärmedämmsystem „Umkehrdach“ enthaltene geringere Werte beziehen sich nur auf die Windsogsicherung der Dämmplatten.

13 Zu erfragen beim Hersteller des Gründachaufbaus.

14 Auch zum Luftschallschutz.

15 Auf Wunsch als Service von alwitra-Anwendungstechnik oder vom Befestigungsmittelhersteller.

16 Von alwitra-Anwendungstechnik oder vom Befestigungsmittelhersteller

17 Das alwitra-Daten-Aufnahmeblatt ist unter www.alwitra.de/downloads/datenaufnahmeblaetter/ herunterzuladen.

18 Siehe auch 4.1 „Verlegetipp“.

19 In Anschlussbereichen können auch EVALASTIC® VSKA-Dachbahnen auf geeigneten Unterlagen geklebt werden.

20 Analyse des Dachschichtenaufbaus vorausgesetzt.

21 Z. B. mit einer Baumspritze.

22 Durch Erwärmen im Wasserbad Verbesserung der Fließfähigkeit.

23 Beim Hersteller erfragen.

24 Siehe auch 4.1 „Verlegetipp“.

25 Die Ablüftzeit ist stark abhängig von der Auftragsmenge, den Materialien und den klimatischen Bedingungen.